Rückblick 2025
BUND-Ortsgruppe Pettendorf-Pielenhofen-Wolfsegg
2025 war für unsere Ortsgruppe wiederum ein aktives Jahr – und das nach über 40-jährigem und in 2025 gebührend gefeiertem Bestehen. Einiges wurde erreicht, einiges wurde fortgeführt, einiges wurde begonnen – und noch mehr steht auf der Liste der Vorhaben.
Unser Projekt „Bäume und Gehölze – Radweg“
Innerhalb der Gemeinde Pettendorf verläuft von Kneiting bis Rohrdorf ein Radweg. Zum Teil ist dieser wunderbar gesäumt von schattenspendenden artenreichen Bäumen und Buschwerk. Andere Streckenabschnitte weisen sehr lückenhafte Randbepflanzungen auf und wiederum andere Abschnitte des Radweges sind ganz ohne Bepflanzung. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pettendorf und der Landschaftspflegeabteilung des Landratsamtes konnten wir erreichen, dass insgesamt 19 Neupflanzungen mit Obstbäumen ausgeführt wurden. Bei der Hälfte davon haben wir dafür gesorgt, dass alte und seltene Obstsorten gepflanzt wurden. Diese seltenen aber einheimischen Sorten sind natürlich teurer als die heute üblichen. Die erforderlichen zusätzlichen Kosten konnte das Landratsamt nicht übernehmen, weswegen wir das aus der Ortsgruppenkasse bezahlten.
Dieser Teil 1 des „Baumprojektes“ ist nun abgeschlossen. Wir werden uns in 2026 auf Teil 2 und Teil 3 konzentrieren. In Teil 2 wollen wir versuchen, dort Bäume anzupflanzen, wo es noch gar keine gab. Für das Einverständnis angrenzender landwirtschaftlicher Grundeigentümer werden wir kämpfen. Teil 3 ist ein erst geplanter Radweg zwischen Rohrdorf und Pielenhofen. Neben dem Wunsch nach geeigneter Bepflanzung setzen wir uns auch für die Fortführung der Planung für diesen wichtigen Radweg ein.
Unser Projekt „Schwalben“
In den letzten Jahren wurde in den Medien mehrfach vom Rückgang der Schwalbenpopulationen berichtetet. Unsere Arbeitsgruppe „Schwalben“ nahm sich daher vor, die Situation der Schwalbenbestände in unseren drei Heimatgemeinden genauer anzusehen. Sie ging dazu in folgenden Schritten vor: Zuerst fanden kurz vor den Osterferien an zwei Grundschulen Informationsveranstaltungen über Schwalben und Mauersegler statt. Die Kinder zeigten großes Interesse und wurden gebeten, anhand von Meldezetteln ihre Beobachtungen von Schwalbennestern in ihrem Wohnort an die Ortsgruppe weiterzugeben. Anfang Mai informierte dann Christiane Geidel (Referentin des LBV) in einer öffentlichen Veranstaltung in Pielenhofen über die heimischen Arten Mehl- und Rauchschwalbe, sowie die ähnlichen, aber nicht zu den Schwalben gehörenden, Mauersegler. Nun erfolgte der wichtigste Schritt. Die zahlreichen Ortsteile und Einzelgehöfte wurden in Reviere aufgeteilt, in denen Mitglieder der Ortsgruppe nach bewohnten Schwalbennestern mit Brut suchten. Erfreulich, dass dabei von angesprochenen Bürgerinnen und Bürgern viele wertvolle Hinweise gegeben wurden. Manche meldeten sich auch per Mail, um zu helfen. Bei einem weiteren Besuch der beiden Grundschulen wurde den Kindern Rückmeldung gegeben, um das Interesse aufrecht zu halten und um Kenntnisse zu vermitteln. Auch die neu gegründete Ortgruppe des LBV beteiligte sich an dem Projekt. Sie zeichnete besondere Schwalbenfreundlichkeit aus und gewann einen Landwirt, Nisthilfen für Mehlschwalben anbringen zu lassen.
Es versteht sich, dass dieses Projekt in 2026 fortgeführt wird. Geplant ist, Interessierte bei der Anbringung von Nisthilfen zu unterstützen und auch Pfützen anzulegen, aus denen sich die Vögel mit „Baumaterial“ versorgen können.
Unser Projekt „Kampf der Vermüllung“
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, der Vermüllung der Landschaft in unseren Ortsbereichen den Kampf anzusagen. Es geht dabei ja nicht nur um den ästhetischen Aspekt sondern mehr noch um den ökologischen. Der Müll zerfällt zu Mikroplastik, setzt diverse Schadstoffe frei, wird in Gewässer geweht und gelangt auf Felder wo er eingeackert wird. Da gibt es die Müllsünder, die immer wieder achtlos was aus dem Autofenster werfen oder was im Gelände zurücklassen. Da gibt es aber auch die, die Müll in strafrechtlich relevanter Art und Weise in die Landschaft verbringen. Wir konzentrierten uns in 2025 erst einmal auf eine solche Art von Müllfrevel, der im Bereich Kneiting schon seit Jahren stattfindet. Leider ist festzustellen, dass das Bewusstsein für eine solche Umweltverschmutzung und Tiergefährdung bei Behörden und Grundstückseigentümern oft nicht sehr ausgeprägt ist. Das macht es nicht leichter, aber wir führen den Kampf weiter. Primär ist aber unsere Absicht, Tiere zu schützen und Böden und Gewässer zu bewahren. Daher haben wir einige wesentliche Flächen bereits von Alt- und Neumüll befreit und grundsaniert und neue Vermüllungen darauf sofort beseitigt. Wir haben sackweise Müll abtransportiert. Weitere Sanierungsmaßnahmen stehen noch an, wobei wir mehr und mehr darauf drängen werden, dass die öffentlichen und privaten Grundstückseigentümer Ihrer Verpflichtung zur Müllentfernung und -entsorgung nachkommen. Die Müllsammler wollen wir nicht auf Dauer sein, die Umweltbewahrer jedoch schon.
Unser Projekt „Landschaftspflege“
Das ist bei uns ein Dauerbrenner. Wie auch in Vorjahren pflegten wir auch in 2025 einige ökologisch wertvolle Flächen. Das geschah in Gemeinschaftsarbeit und in durchaus auch immer gesellschaftlich angenehmer Atmosphäre. Die Arbeit bestand im Mähen, Zusammenrechen und Abtransportieren von Mähgut. Dabei kommen Balkenmäher und Elektrosensen zum Einsatz und keine „Häckselmäher“, und nach dem Mähen kommt der klassische Handrechen zum Einsatz. Die Ortsgruppe konnte dadurch über die Jahre nachweislich die Ansiedelung von Arten fördern. Die bearbeiteten Gebiete sind das Fruticetum bei Neudorf, die Ausgleichsfläche bei Rohrdorf, der Schafbuckel bei Dettenhofen und die Diptamwiesen über Pielenhofen.
Unser Projekt „Fledermäuse“
Im Nordturm der Pfarrkirche von Pielenhofen wohnen circa 300 Mausohr-Fledermäuse. Über die Jahre sammelten sich deren „Hinterlassenschaften“ an und es wurde notwendig, diese zu entfernen. Das erledigten Mitglieder der OG in Schutzkleidung verhüllt und über steile Treppen steigend. Die „Ware“ füllte dann sieben große Bottiche. Die Pfarrei Pielenhofen bedankte sich sehr.
Neuwahl Vorstandschaft und Beisitzer
Nicht zuletzt ist noch zu erwähnen, dass im November 2025 die ordnungsgemäße Neuwahl des Ortsgruppen-Vorstandes stattfand. Das verlief in guter Atmosphäre und mit einstimmigen Ergebnissen und schaffte die Voraussetzung für ein Weiterführen bestehender und ein Anpacken neuer Projekte. Der neue Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden Hardy Lapot, dem 2. Vorsitzenden Norbert Seitz, dem Kassenwart Horst Bogner, dem Schriftführer Heinrich Huf, dem Ehrenvorsitzenden Rainer Brunner und den Beisitzern Alexa Mühlenberg, Christian Wensauer und Anni Brenner.






