Fehlerkorrektur!
Liebe Leserinnen und Leser, Sie erinnern sich sicher an unseren Artikel „Müllfrevel bei Kneiting“ in der letzten Ausgabe. Da steckt leider eine falsche Zahl drin. Die wollen wir mit dieser Notiz korrigieren. Es sind geschätzte 80 % (und nicht 20 %) des Mülls, der von einem einzigen Müllsünder stammt. Von den in einem Jahr abtransportierten nunmehr 177 (!!!) Säcken gefüllt mit Müll vieler Jahre gehen also 140 allein auf sein Konto! Was wenn das alles zerfallen und ins Erdreich, auf Äcker und in Gewässer gelangen würde!?
H. Lapot
Einsatz von Mährobotern eingeschränkt!

Ist Ihnen auch aufgefallen, dass man in letzter Zeit viel seltener überfahrene Igel auf den Straßen sieht? Haben die netten Nachtschwärmer etwa gelernt, den Straßen fernzubleiben anstatt sich bei Gefahr einfach zu einer Stachelkugel zusammenzurollen? Leider nein, es sind nur viel weniger von Ihnen unterwegs, wie besorgte Artenschützer feststellen müssen.
Dabei sind die stacheligen Burschen nicht nur bei Kindern beliebt. Wer mag ihn nicht, diesen angeblich so Schlauen, dem die Gebrüder Grimm im populären Märchen vom Hasen und vom Igel ein literarisches Denkmal gesetzt haben.
In der freien Landschaft werden die Lebensbedingungen für den Braunbrustigel, wie unsere Art exakt heißt, leider immer schwieriger. Es fehlen Hecken und Feldraine, wo er Nahrung und Unterschlupf findet. Außerdem hat er viele Feinde wie z. B. den Uhu und leider auch manche Gartengeräte. Schon immer hält er sich gerne in der Nähe des Menschen auf. Gärten und Parks nimmt er als Lebensraum an. Doch wie können wir ihm helfen?
Füttern ist eigentlich nicht notwendig - und wenn, dann spät im Herbst, falls er noch untergewichtig ist, oder im zeitigen Frühjahr, wenn er nach dem Winterschlaf dringend Nahrung braucht. Keinesfalls darf er Milch bekommen, denn davon bekommt er tödlichen Durchfall. Katzenfutter ist geeignet, aber es sollte getreidefrei sein. Der Igel ist das Gegenteil eines Vegetariers. Rührei ohne Salz geht, Obst ist untauglich. Eine flache Wasserschale oder ein Vogelbad wären sehr nützlich, denn oft fehlt ihm eine geeignete Trinkquelle.

Mähroboter können Igel, aber z. B. auch Kröten, Blindschleichen oder Eidechsen verletzen oder vertreiben. Darum hat unser Landratsamt dankenswerterweise ein Nachtbetriebsverbot für diese Geräte erlassen. Ein Verstoß kann mit Bußgeld von bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden. Genaueres unter www.landkreis-regensburg.de oder gekürzt unter www.pettendorf.de.
Man kann den Mähroboter übrigens auch so einstellen, dass er nicht den ganzen Garten kahl mäht. Prüfen Sie auch, ob kleine Besucher in Ihren Garten gefahrlos hinein- und herauskommen können! Oft reicht es, einen Holzklotz oder Stein unter den Maschendrahtzaun zu schieben. Schon für uns niedrige Mauern stellen für Igel unüberwindbare Hindernisse dar. Sehr dankbar sind Ihnen Igel, wenn Sie kein zu ordentlicher Gärtner sind. Eine Ecke, in der Sie einen Haufen aus Ästen, Schnittabfällen und Herbstlaub anlegen, statt alles zum Grüncontainer zu fahren, dient als Kinderstube und Winterquartier.
H. Lapot / H. Bogner







