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Zwanzig Bäume gepflanzt!

Ein schöner Erfolg zum Ausklang des Jahres 2025

Bürgerbladl Februar 2026

Im Spätherbst wurde endlich wahr, um was sich die Ortsgruppe seit Anfang des Jahres mit großem Eifer bemüht hatte. Entlang des Radwegs zwischen Rohrdorf und Reifenthal wurden zwanzig Bäume gepflanzt. Wer denkt, das sei doch nichts Besonderes, dem seien kurz einige Hürden genannt, die dazu genommen werden mussten: Die Zustimmung der Anlieger finden und einholen, Abstandregeln zu Verkehrswegen und landwirtschaftlichen Flächen beachten, Kostenträger finden, geeignete Bäume auswählen und beschaffen, Menschen vom Nutzen von Baumpflanzungen überzeugen.

Unser Dank für Unterstützung geht an Herrn Klement vom Landratsamt, der viel Zeit und Energie für die Auswahl und Kartierung der Pflanzflächen, die Bestellung und Pflanzung der Setzlinge und die Pflanzung durch den Bauhof des Landratsamtes aufbrachte. Wir danken auch Herrn Bürgermeister Obermeier für die Kontaktnahme mit den betroffenen Grundstücksbesitzern. Bis auf zwei Ausnahmen gaben alle ihr Okay zu den Pflanzmaßnahmen. Auch denen unser Dank.

Aber wozu all die Mühe?

Von Experten wird seit langem darauf hingewiesen, dass Bäume zum Schutz vor den Folgen der fortschreitenden Klimaerwärmung einen nicht zu unterschätzenden Beitrag liefern. Ihr Schatten bewahrt unsere Haut vor Hautkrebs durch stärker werdende UV-Strahlung, verhindert Verdunstung und hält Feuchtigkeit im Boden. Sie sind ein Lebensraum für Vögel und Insekten, vernetzen Lebensräume und liefern zahlreichen Arten Nahrung. Sogar Baumpflanzungen mitten in Äckern („Agroforst“) werden heute als nützlich erkannt.

Unsere Wahl fiel schließlich auf alte Obstsorten. Sie sind den Gegebenheiten unserer Landschaft besonders angepasst und ziehen gegenüber den in den Supermärkten angebotenen Fruchtsorten zu Unrecht den Kürzeren. Dabei sind ihre Früchte den meisten modernen Obstsorten eindeutig vorzuziehen. Sie enthalten weniger Zucker, sind gut lagerfähig, liefern Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Anthozyane, die wertvoll für das Immunsystem sind und sogar krebsvorbeugend sein sollen. Die bereits vorhandenen Straßen- und Streuobstbäume in unseren Gemeinden werden von den Menschen übrigens gerne angenommen. Sie liefern den Bürgern kostenlos hochwertiges ungespritztes Bioobst.

Der BN beteiligte sich aus den genannten Gründen etwa zur Hälfte an den Beschaffungskosten der ausgewählten alten Obstsorten.

Die „Baumgruppe“ des BN will sich auf diesem Erfolg nicht ausruhen und aus den genannten Gründen anstreben, an allen geeigneten Stellen in unseren Gemeinden als Beitrag für die Zukunft weitere Bäume zu pflanzen. Denken wir an Übermorgen! 

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, Straßen- und Wegstrecken oder Flächen kennen, die für Baumpflanzungen geeignet sind, dann sind wir für Hinweise dankbar (bn-pepiwo@gmx.de). 

 

H. Bogner

 

Bild: Baumpflanzung am Radweg